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die:nachhaltigkeit

Wir von eco:fibr nutzen einen Reststoff als Rohstoff für die Gewinnung von qualitativem Zellstoff. Derzeit müssen die Überreste auf den Ananasplantagen aufwändig und auf Kosten der Umwelt beseitigt werden. Darüber hinaus verursacht die Entsorgung zusätzliche Kosten und stellt so auch ein ökonomisches Problem für die Plantagen dar. Die Nordregion, wo sich aufgrund der fruchtbaren Vulkan-Böden der Großteil des Anansanbaus befindet, zählt zu den ärmeren Regionen Costa Ricas und ist Anlaufpunkt für viele Flüchtlinge aus angrenzenden Ländern. Wir schaffen sichere und fair bezahlte Arbeitsplätze in dieser Region und unterstützen so zugleich die Ökologie und Ökonomie des Ananasanbaus. Bei der Entwicklung des Verfahrens zur Zellstoffproduktion aus Ananasblättern haben wir bewusst auf den Einsatz von umweltschädlichen Chemikalien verzichtet. Die eingesetzten Ressourcen, wie Wasser und andere Verbrauchsmaterialien, werden in einem Kreislauf mehrfach wiederverwendet. Die drei Säulen der Nachhaltigkeit, Ökologie, Soziales und Ökonomie bestimmen somit unser Handeln. Wir sind ein junges Team, welches tatsächliche Mehrwerte für die Umwelt und Gesellschaft schaffen möchte, und sich als Teil einer Bewegung hin zu Nachhaltigkeit in allen Geschäftsbereichen versteht.

 
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der:rohstoff

Allein in Costa Rica fallen jährlich über 4,5 Millionen Tonnen Ananaspflanzenreste an, welche ein großes ökologisches und ökonomisches Problem darstellen. Die Pflanzenreste sind nur schwer kompostierbar und bieten dabei einen idealen Nährboden für Stechmücken, was wiederum für die umliegende Viehzucht für Verluste sorgt. Gleichzeitig haben die Blätter einen hohen Säuregehalt und übersäuern bei der Kompostierung den Boden. Aus diesen Gründen werden die Pflanzenreste häufig mit Chemikalien getrocknet und verbrannt, was jedoch einen erheblichen Einfluss auf das Grundwasser und den CO2 Ausstoß hat. Dem wollen wir uns annehmen und den Bauern damit das Problem abnehmen.

 
Ananaszellstoff Prozess Labor Verfahren Chemie Hafven Becherglas

die:zellstoffgewinnung

In einem kontinuierlichen Research & Development Prozess konnte das Technik-Team von eco:fibr das Extraktionsverfahren des Zellstoffs auf die Ananaspflanzenreste und Nachhaltigkeitsaspekte optimieren. Das Verfahren kommt ohne Sulfate, wie im Craft-Prozess verwendet, und schädliche organische Lösemittel wie das im Organo-Solve-Verfahren verwendete Toluol, aus. Wird der Zellstoff geblichen, kommen keine Chlorverbindungen zum Einsatz, sondern nur eine sauerstoffbasierte Bleiche mit Wasserstoffperoxid.  Für die Entwicklung hat uns dabei das Institut für technische Chemie der Leibniz Universität Hannover die Materialien und Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt.