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Abgeerntete Ananaspflanzen auf einem Feld in Costa Rica

 

Costa Rica ist Weltmarktführer im Ananasexport. Auf einer Anbaufläche von 40.000 ha werden in Costa Rica jährlich 3,4 Millionen Tonnen Ananasfrüchte angebaut.

Allein in Costa Rica fallen jährlich über 4,5 Millionen Tonnen Ananaspflanzenreste an, welche ein großes ökologisches und ökonomisches Problem darstellen. Die Pflanzenreste sind nur schwer kompostierbar, weshalb diese häufig mit Chemikalien getrocknet und verbrannt werden, was jedoch einen erheblichen Einfluss auf das Grundwasser und den CO2-Ausstoß hat. Dem wollen wir entgegenwirken und den Landwirten so das Entsorgungsproblem abnehmen.

der:rohstoff

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4.500.000 Tonnen Ananaspflanzenreste
 

fallen in Costa Rica auf einer Fläche von 40.0000 ha jährlich an. 

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vereinzelte Ananaskronenblätter

 

die:nachhaltigkeit

Wir von eco:fibr nutzen einen Reststoff aus dem Ananasanbau als Rohstoff für die Gewinnung von qualitativ hochwertigem Zellstoff. Derzeit müssen die Überreste auf den Ananasplantagen aufwändig und zu Lasten der Umwelt beseitigt werden. Darüber hinaus verursacht die Entsorgung zusätzliche Kosten und stellt so auch ein ökonomisches Problem für die Anbauer von Ananas dar.

Die Nordregion, wo sich aufgrund der fruchtbaren Vulkan-Böden der Großteil des Anansanbaus befindet, zählt zu den ärmeren Regionen Costa Ricas und ist Anlaufpunkt für viele Flüchtlinge aus angrenzenden Ländern. Wir möchten hier sichere und fair bezahlte Arbeitsplätze in dieser Region und unterstützen so zugleich die Ökologie und Ökonomie des Ananasanbaus. Bei der Entwicklung des Verfahrens zur Zellstoffproduktion aus Ananasblättern haben wir bewusst auf den Einsatz von umweltschädlichen Chemikalien verzichtet.

Die eingesetzten Ressourcen wie Wasser und andere Verbrauchsmaterialien werden in einem Kreislauf mehrfach wiederverwendet. Die drei Säulen der Nachhaltigkeit, Ökologie, Soziales bestimmen neben der Prozessökonomie somit unser Handeln. Wir sind ein junges Team, welches tatsächliche Mehrwerte für die Umwelt und Gesellschaft schaffen möchte und sich als Teil einer Bewegung hin zu mehr Nachhaltigkeit in allen Geschäftsbereichen versteht.

 

die:zellstoffgewinnung

In einem kontinuierlichen Research- & Development-Prozess konnte das Technik-Team von eco:fibr das Extraktionsverfahren des Zellstoffs auf die Ananaspflanzenreste und Nachhaltigkeitsaspekte optimieren. Das Verfahren kommt ohne schwefelhaltige Chemikalien und schädliche organische Lösemittel aus. Wird der Zellstoff geblichen, kommen keine Chlorverbindungen zum Einsatz, sondern nur eine sauerstoffbasierte Bleiche.  Für die Entwicklung hat uns dabei das Institut für technische Chemie der Leibniz Universität Hannover die Materialien und Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt.